PPWR
Die Mengenmeldung entsteht aus deinen Verpackungen.
Material, Gewicht und Stückzahl je Verpackungseinheit — daraus rechnet Reguly die Masse je Materialart in kg, erzeugt die XML im Schema der ZSVR und hält fest, wann du sie in LUCID hochgeladen hast.

- Rechtsgrundlage
- VerpackDG § 9, PPWR Art. 44
- Bezug
- Erweiterte Herstellerverantwortung
- Register
- LUCID (ZSVR)
- Export
- XML-Meldung (ZSVR-Schema 1.0)
Ausgangslage
Nicht die Meldung ist die Arbeit, sondern die Mengen
Die Registrierung im Verpackungsregister ist ein einmaliger Vorgang. Die Mengen dahinter sind es nicht: Sie hängen an jeder einzelnen Verpackungseinheit jedes Produkts — Material, Gewicht, Stückzahl — und müssen beim dualen System und in LUCID identisch gemeldet werden. Wer das in Tabellen pflegt, pflegt es jedes Jahr neu.
- Die Mengen liegen in Tabellen, die sich im Nachhinein keinem Berichtsjahr mehr sicher zuordnen lassen.
- Bei vielen Artikeln wächst der Aufwand mit jeder Verpackungskomponente — jede zählt einzeln.
- Am Ende fehlt der Nachweis, wann eine Meldung rausging, ob System und LUCID dieselben Zahlen bekommen haben und auf welchem Datenstand sie beruhte.
So arbeitest du damit
Mengen kommen aus den Produkten
Der Mengen-Editor zeigt je Produkt seine Verpackungseinheiten mit Gramm je Stück; du trägst die Stückzahl je Jahr ein. Gespeichert wird zeilenweise, der Wert steht danach am Produkt statt in einer Nebenliste. Ob eine Einheit systembeteiligungspflichtig ist, entscheidet eine Regel je Verpackungsebene, die du je Einheit übersteuern kannst.

Reguly rechnet, du prüfst
Du wählst Meldeart und Zeitraum — Jahresabschluss, Planmenge, unterjährig, Nachtrag — und Reguly rechnet die Masse je LUCID-Materialart (Glas, PPK, Eisenmetalle, Aluminium, Kunststoffe, Getränkekarton, sonstige Verbunde, sonstige Materialien) und je Systembetreiber in kg mit drei Nachkommastellen. Fehlt ein Gewicht oder eine Stückzahl, sperrt Reguly die Meldung und zeigt, wo. Entgelte berechnet Reguly nicht; die Meldeverantwortung bleibt bei dir.
Zwei Uploads: duales System und LUCID
Reguly erzeugt die XML-Datei im Schema der ZSVR (Version 1.0, gegen das offizielle XSD geprüft) und zeigt dieselben Werte zum Übertragen in das Kundenportal deines Systembetreibers. Hochgeladen wird die XML von dir in deinem LUCID-Konto unter „Datenmeldung → XML-Meldung“, dort prüfst und bestätigst du die angezeigten Werte. Reguly übermittelt nicht selbst — das Gesetz verlangt, dass du das persönlich tust (§ 5 Abs. 1 VerpackDG).
Abgabe festhalten
Zurück in Reguly hakst du die beiden Uploads ab und schließt den Vorgang; der Verlauf führt ihn mit Meldeart, Zeitraum, Masse und der Prüfsumme der XML. Ändern sich Mengen nach dem 1. Juni, bereitet Reguly den Nachtrag mit der Differenz vor. Jede gespeicherte Mengenänderung löst zusätzlich einen Audit-Eintrag aus.

Der Unterschied
Tabelle im Einkauf oder Aggregation aus den Stammdaten
Beide Wege führen zu einer Meldung. Der Unterschied liegt darin, was danach noch da ist.
Tabelle im Einkauf
- Die Mengen stehen neben den Produktdaten. Ändert sich eine Verpackung, wird an zwei Stellen gepflegt — oder an einer zu wenig.
- Gramm oder Kilogramm, PET oder „Kunststoffe“: Die Umrechnung in die LUCID-Materialarten macht jeder selbst und jeder etwas anders.
- Woher ein Gewicht in der Summenzeile kommt, weiß nur, wer die Tabelle gebaut hat.
Aggregation aus den Stammdaten
- Eine Zeile ist eine Verpackungseinheit, gespeichert am Produkt selbst.
- Die Einheiten sind vorgegeben: Gramm je Komponente, Stück je Jahr, Masse je LUCID-Materialart in Kilogramm mit drei Nachkommastellen.
- Jede Materialzeile nennt die Produkte, die in sie einzahlen — und jede Änderung ihren Audit-Eintrag.
Im Zusammenspiel
Ein Datenbestand, der weiterreicht
01
Produkte & Stammdaten
liefern die Verpackungseinheiten
Material · Gewicht · Stück je Jahr · Systembeteiligungspflicht
02
Verpackungsregister
rechnet sie um und erzeugt die Meldung
Masse je Materialart · je Systembetreiber · XML im ZSVR-Schema
03
Audit-Log
hält Änderung und Übermittlung fest
Snapshot je Mengenänderung · dokumentierte Abgabe
Häufige Fragen
Meldet Reguly direkt an LUCID?
Nein, und das darf auch niemand: Nach § 5 Abs. 1 Satz 2 VerpackDG sind Registrierung und Datenmeldung nicht auf Dritte übertragbar, und die ZSVR bietet keine Schreib-Schnittstelle an. Reguly erzeugt die XML-Datei im Schema der ZSVR; hochgeladen und bestätigt wird sie von dir in deinem LUCID-Konto unter „Datenmeldung → XML-Meldung“. Anschließend hakst du die Abgabe in Reguly ab.
Berechnet Reguly meine EPR-Entgelte?
Nein. Das Modul rechnet Masse je Materialart und Systembetreiber. Entgelte des dualen Systems, Tarife oder Bußgelder werden nicht berechnet.
Was, wenn ich noch gar nicht registriert bin?
Dann blendet das Modul eine geführte Registrierung ein: Stammdaten erfassen (Firmenname, USt-IdNr., Adresse, Kontaktperson, Inverkehrbringer-Typ), Pflichtangaben prüfen, bei LUCID registrieren. Die erhaltene Registrierungsnummer trägst du danach in Reguly ein.
Wie oft muss ich melden?
Das hängt von deinem Vertrag mit dem dualen System und von deiner Vorjahresmenge ab. Wer im Vorjahr weniger als 10 Tonnen systembeteiligungspflichtige Verpackungen in Verkehr gebracht hat, gibt in LUCID nur eine Jahresmeldung bis 1. Juni ab (§ 9 Abs. 2 VerpackDG). Darüber muss jede Meldung an das System unverzüglich auch in LUCID stehen. Reguly liest die Vorjahresmasse aus deinen Daten und sagt dir, welcher Fall gilt.
Was ist mit dem dualen System?
Den Systembeteiligungsvertrag schließt du selbst mit einem zugelassenen System. In Reguly hinterlegst du Systembetreiber, Meldezyklus und Anteil; die Meldung zeigt dir dann dieselben Werte, die du im Kundenportal des Systems einträgst — damit LUCID und System identische Zahlen bekommen.
Wird meine LUCID-Nummer geprüft?
Ja, gegen die öffentliche Registerabfrage der ZSVR. Der Status lautet verifiziert, nicht gelistet, Rate-Limit oder nicht verfügbar.
Passt dazu
Jeder Nachweis beginnt bei denselben Produktdaten.
Produkte, Verpackungskomponenten, GTIN und Bilder einmal pflegen — Konformitätserklärung, Produktpass und Mengenmeldung ziehen ihre Werte daraus.
Jeder PCR-Wert mit Herkunft, Beleg und Ablaufdatum.
PCR-Anteile je Verpackungskomponente erfassen, belegen und automatisch gegen die Mindestquoten für 2030 und 2040 prüfen — mit Zertifikat, Lieferant und Frist.
Jede Änderung steht schon fest, bevor jemand danach fragt.
Das Audit-Log führt jede Änderung an deinen Compliance-Daten mit Zeitpunkt, Aktion und Entität — filterbar nach Entitätstyp und Aktion, mit Diff je Zeile.
Bereit für die Meldung?
Fünf Fragen zeigen dir, welche PPWR-Pflichten dich treffen und wo dein Datenbestand noch nicht trägt — kostenlos und ohne Anmeldung.

