Daten
Jeder Nachweis beginnt bei denselben Produktdaten.
Produkt, Verpackungskomponenten, Material, Gewicht, GTIN und Bild — einmal gepflegt. Konformitätserklärung, Produktpass und Mengenmeldung greifen anschließend auf denselben Satz zu.

- Ebenen
- Marke, Produkt, Verpackung
- Je Komponente
- Material, Klasse A–E, Gewicht, Stück
- Kennung
- GTIN, 8 bis 14 Stellen
- Import
- CSV/Excel oder Produkt-URL
Ausgangslage
Nicht die Nachweise fehlen, sondern die Daten darunter
Konformitätserklärung, Produktpass, Mengenmeldung und Rezyklat-Nachweis sind verschiedene Dokumente aus einer einzigen Quelle: dem Produkt und seinen Verpackungskomponenten. Ist die Quelle lückenhaft, bricht jeder Nachweis an derselben Stelle.
- Dieselbe Verpackung steht in Artikelliste, Rezyklat-Sheet und Meldetabelle — mit drei verschiedenen Gewichten.
- Ohne GTIN fehlt die Kennung, an der ein standardkonformer Produktpass hängt.
- Ändert sich eine Verpackung, weiß niemand, welche erzeugten Dokumente damit veraltet sind.
Der Unterschied
Artikelliste in der Tabelle oder Stammdaten am Produkt
Beide Wege enthalten dieselben Angaben. Der Unterschied zeigt sich, sobald ein zweiter Nachweis dieselbe Zahl braucht.
Artikelliste in der Tabelle
- Die Verpackung steht als Fließtext in einer Spalte: „PET-Flasche mit Deckel, ca. 24 g“. Lesbar, nicht auswertbar.
- Material wird frei getippt — „PET“, „P.E.T.“ und „Pet-Flasche“ sind für jede Summe drei Materialien.
- Jeder Nachweis beginnt mit Abschreiben: dieselbe Zahl dreimal übertragen, dreimal anders gerundet.
Stammdaten am Produkt
- Jede Komponente ist ein eigener Datensatz mit Material, Gewicht, Stückzahl und Klasse A bis E.
- Das Material kommt aus einer festen Liste — erst dadurch lässt sich über Produkte hinweg zusammenfassen.
- Die nachgelagerten Module lesen den Datensatz, statt ihn zu kopieren.
So arbeitest du damit
Erst die Marke, dann die Produkte
Die produzentenbezogenen Angaben hängen an der rechtlichen Einheit, nicht am Artikel: Firmenname, USt-IdNr., LUCID-Nummer, Anschrift und — außerhalb der EU — der Bevollmächtigte. Sie werden im Daten-Hub gepflegt, damit es genau einen Ort dafür gibt. Marken- und Firmenname sind dabei nicht dasselbe: In einer Konformitätserklärung zählt der rechtliche.

Produkte anlegen — von Hand, aus einer Datei oder aus einer URL
Jede Zeile zeigt Bild, Name, GTIN-Badge und die Zahl hinterlegter Zutaten und Zertifizierungen — du siehst auf der Liste, wo etwas fehlt, ohne ein Produkt zu öffnen. Für den Bestand gibt es zwei Abkürzungen: den Import aus CSV, XLSX oder XLS und den Import aus einer Shop-URL. Beides ist ein Vorschlag, kein Freibrief — geprüft wird im Formular.
Verpackung als Komponenten modellieren, nicht als Textfeld
Flasche, Deckel, Etikett und Umkarton sind vier Komponenten mit vier Materialien — genau so werden sie erfasst: Material, Entsorgungshinweis, Gewicht, Stück pro Quartal, Recyclingfähigkeitsklasse A bis E, dazu Mehrweg und Kompostierbarkeit als Häkchen. Die Materialauswahl ist vorgegeben statt frei getippt; das klingt nach einer Kleinigkeit und ist der Grund, warum sich später überhaupt etwas summieren lässt. Auch der Rezyklatanteil sitzt an der Komponente — ein Produktwert wäre eine Erfindung.

Nur die Abschnitte zeigen, die das Produkt betreffen
Ein Kosmetikartikel braucht keine Nährwerttabelle. Deshalb schaltest du je Produkt die Abschnitte zu oder ab — Zutaten, Nährwerte, Verpackung, Substanzen, Dokumente, FAQ. Liegt eine GTIN vor, leitet Reguly daraus einen GS1 Digital Link samt QR-Code ab; ohne GTIN zeigt der Code auf die interne Produktseite. Der Unterschied wird erst im Regal sichtbar, dort aber deutlich.

Im Zusammenspiel
Ein Datenbestand, der weiterreicht
01
Daten-Hub
hält die produzentenbezogenen Angaben
Firmenname · USt-IdNr. · LUCID-Nummer
02
Produkte & Stammdaten
führt Produkt und Verpackungskomponenten zusammen
GTIN · Material je Komponente · Gewicht · Klasse A–E
03
Verpackungsregister
aggregiert die Mengen für die Meldung
Stück je Quartal · Gewicht je Material
04
Produktpässe
macht denselben Datensatz öffentlich lesbar
GS1 Digital Link · QR-Code · Entsorgungshinweis
05
Konformitätserklärungen
zieht Produkt- und Herstellerangaben in das Dokument
Produktbezeichnung · Herstellerangaben
Häufige Fragen
Muss ich meine Stammdaten für jedes Modul erneut pflegen?
Nein. Produkt und Verpackungskomponenten werden einmal erfasst; Mengenmeldung, Produktpass, Rezyklat-Nachweis und Konformitätserklärung greifen auf denselben Datensatz zu.
Wie bekomme ich viele Produkte schnell ins System?
Über den KI-Import aus einer CSV-, XLSX- oder XLS-Datei oder über den URL-Import, der die Angaben aus einer bestehenden Shop-Seite zieht. Beides erzeugt einen Entwurf, den du im Formular prüfst.
Brauche ich zwingend eine GTIN?
Für einen GS1 Digital Link ja — er wird aus der GTIN abgeleitet. Ohne GTIN funktioniert das Produkt weiter, der QR-Code verweist dann aber auf die interne Produktseite statt auf einen standardkonformen Einstieg.
Wo wird der Rezyklatanteil erfasst?
Je Verpackungskomponente, zusammen mit Material, Gewicht und Recyclingfähigkeitsklasse. Ein Wert am Produkt wäre nicht belastbar: Flasche, Deckel und Etikett haben unterschiedliche Anteile.
Passt dazu
Jede Angabe weiß, woher sie kommt.
Der Daten-Hub bündelt alle Verpackungsdaten quellenübergreifend, zeigt den Vollständigkeitsgrad und macht nachvollziehbar, woher jeder Wert stammt.
Ein QR-Code, der nie neu gedruckt werden muss.
Produktpässe zeigt für jedes Produkt, ob ein Digitaler Produktpass live ist, erzeugt den QR-Code dazu und führt jeden Scan auf die öffentliche Produktseite.
Die Mengenmeldung entsteht aus deinen Verpackungen.
Verpackungsmengen aus den Stammdaten berechnen, nach den acht LUCID-Materialarten und Systembetreiber aufschlüsseln und als XML für den Upload in LUCID erzeugen.
Wie weit trägt dein Datenbestand?
Fünf Fragen zeigen dir, welche PPWR-Pflichten dich treffen und an welcher Stelle deine Produktdaten dafür noch nicht reichen — kostenlos und ohne Anmeldung.

